Am 7. September des Jahres 1604 wurde das Bergwerk von Graf Friedrich an einen reichen Bürger von Villingen namens Michael Schwert verliehen. Schwert hatte zuvor schon Anteile am Werk erworben. Er verstand es, das stark verschuldete Werk bald auf eine tragfähige wirtschaftliche Basis zu stellen. Er war stets darauf bedacht, die Pachtzinsen pünktlich zu bezahlen, was ihm die Gunst und das Vertrauen des Grafen einbrachte. Schwert war ein rücksichtsloser,ja geradezu brutaler Dienstherr. Er verstand es, seine Arbeiter in kurzer Zeit in seine Abhängigkeit zu bringen. Aber auch sonst maßte er sich Rechte an, die mit dem abgeschlossenen Beleihungsvertrag nicht im Einklang standen. Schon bald stießen die wirtschaftlichen Interessen des Bergwerks und die der angesessenen Bauern von Sehollach und den umliegenden Orten aufeinander. Schwert ließ deren Wälder rücksichtslos niederhauen. Auch dem Kloster Friedenweiler ging es nicht anders. Während die Bauern nach einem Ausbau ihrer Besitzungen strebten,wollte Schwert ihnen denselben einschränken oder wegnehmen. Er wußte den Landvogten auf seiner Seite. Ein 1607 von den Bauern von Schollach, Urach, Bregenbach und Schwärzenbach angestrengter Prozeß wurde zu Ungunsten der Bauern entschieden. Die Bauern wurden noch zu schweren Geldstrafen verurteilt (bis 200 Gulden). Wenn der Besitzer des Bergwerks auch Forstfrevel anderer streng ahndete, hinderte ihn das nicht, umso größeren selbst zu begehen. 1640 gab Schwert den Bergbetrieb an seinen Schwiegersohn Johann Mayer aus Freiburg ab, doch das Werk kam nicht mehr zu einer Blüte. Es wechselt oft seine Pächter. Zwar lieferte das Werk ein vorzügliches Eisen doch die Ausbeute war sehr gering. Es liegen noch Bilanzen aus den Jahren 1835 - 1837 vor, die sich speziell auf Schollach beziehen. Dort ist zu ersehen, daß das Werk mit einem Verlust von 546 Gulden 59 Kreuzer abgeschlossen hat. Das Erz war von guter Beschaffenheit; doch war das Gestein so hart, daß ohne sprengen kaum ein Abbau möglich war. Am 10. Mai 1851 brannte das Grubenhaus des Bonifaz Dietsche in Schollach ab. 1867 wurde der Grubenbetrieb eingestellt.